< Was sind Schamanen | meine Definition | Wie kann ich das heute leben >
Wo kommt der Schamanismus her?
In der Urzeit, als die ersten Menschen auf der Erde lebten, entstand das Bedürfnis nach Religion (religio meint verwurzelt sein und bezeichnet nicht irgendeine religiöse Form) und Erklärungen. Der Mensch begann die ihn umgebende Natur, die Gestirne als außergewöhnlich und lebensbestimmend zu erkennen. Er merkte, wenn er sich damit vertraut machte, konnte er z.B. dem Lauf der Jahreszeiten besser folgen. Tod und Wiedergeburt des Menschen, der Tiere und Pflanzen wurden verständlich dadurch, daß z.B. der Zyklus der Frau dem Mond folgt. So lernten Sie Regeln und immer wiederkehrende Zyklen der Natur und Gestirne in ihr Leben einzubinden.
Wichtig ist mir auch die Verbindung zu den Krafttieren und zu den Spirits der Steine und Kräuter?.
Es wichtig zu betrachten, in welchem sozialen Gefüge diese Menschen bereits lebten. Wir sprechen hier bereits von Kultur und nicht einfach nur vom "Leben des Höhlenmenschen".
Sie begannen das Göttliche in diesem Wirken zu spüren und gaben ihm Ausdruck in Höhlenmalereien, Ritzungen, später in kleinen Statuen und Ritzungen auf Keramik. Es entwickelte sich eine Art Sprache dadurch (siehe Marie König
, die Höhlen in Frankreich erforschte und die Bücher von Marija Gimbutas
, die Sprache der Göttin und die Zivilisation der Göttin), die auf der ganzen Erde verstanden wurde. Noch heute zeugen Ausgrabungen rund um den Globus davon, daß die Menschen ein gesamtheitliches Verständnis der Dinge hatten und nicht so separiert oder getrennt von allen Dingen wie wir heute lebten. Die ersten Zusammenschlüsse von Menschen finden wir in der sogenannten Gartenbaukultur, die noch dem Lauf der Natur folgten, ernteten was sie fanden, lernten, daß aus Samen neue Pflanzen entstehen und erst Tiere nachgeboren werden müssen und keine ganze Herde ausgerottet werden darf. Es entstand auch das Wissen um Heilpflanzen, die Wirkung der Steine und der Natur an sich. Auch das soziale Gefüge, in dem die Menschen lebten, ist hilfreich, da es Nähe, Geborgenheit, Hilfe und Umsorgen gab. Die meisten Darstellungen aus dieser Zeit sind weiblich, da in dem Wesen der Frau die natürliche Verbundenheit mit den natürlichen Zyklen zu erkennen war.


In Märchen, Mythen und Legenden? aller Völker dieser Erde wurde von diesen Erkenntnissen erzählt.
In dieser Zeit gab es nur die mündlichen Überlieferungen der jeweiligen Traditionen. Rituale wurden in einem kleinen Kreis weitergegeben. Es gab noch keine Trennung zwischen Heiligem und Profanen, Schamanen und den Menschen einer Sippe, Mensch und Natur. Vieles von dem was später aufgeschrieben wurde stammt von "Beobachtern" wie Forschern, christlichen Priestern und Mönchen, die nie bis in das innerste Herz und die Seele des Schamanismus schauen konnten und oft auch nicht wollten, die ihre Religion als die höherwertige ansahen und die Menschen einfach nur als Wilde, die es zu bekehren gab, mit dem Kreuz und dem Stahl. Auch Ethnologen und Anthropologen sehen diese Kulturen oft nur aus dem Blickwinkel des Wilden, den es zu erforschen gab.