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< wer mich lehrte | Lehrer | Anderswelt >

Geboren wurde ich im April 1954 in Wien. Schon dort begann das Lernen durch die Alten meiner Familie. Seit 1963 lebe ich in Deutschland.

Viele Menschen begleiteten mein Leben. Sie waren immer genau an der Stelle, an der ich sie brauchte um meine Erfahrungen zu sammeln.

Mein Leben war ein auf und ab zwischen Extremen. Bereits als Kind erfuhr ich seelische und körperliche Gewalt. Mitten drin, wenn es mal wieder knüppeldick kam, wußte ich aber drei Dinge.

1. All das ist gut um zu lernen
2. Ich werde es wissen wenn es an der Zeit ist
3. ich bin behütet, mir kann nichts wirklich Schlimmes passieren

Heute weiß ich es. Die Anderswelt, die Ahnen waren zu jeder Zeit an meiner Seite und begleiteten mich. Meine Erfahrungen sind dazu da, dass ich verstehe, wenn Menschen mir von ihrem Weg erzählen. Ich kann ihnen helfen ihre Wege zu wieder-zu-finden.

Eine der ganz großen und wichtigen Erfahrung war meine Tochter, die 1976 geboren wurde. Ihr Weg ins Leben war schon zum Zeitpunkt der Schwangerschaft schwierig, die Geburt hätten wir beide fast nicht überlebt. Unser beider zäher Lebenswille hat uns geholfen. Davor habe ich bereits 2 Kinder vor der Geburt verloren. Ihre Seelen brauchten nur ein wenig Zeit hier, für die ich ihnen Raum in mir gab.

1985 war ich wieder schwanger. Auch dieses Kind verlor ich im 5. Monat. Durch dieses Kind bin ich aufgewacht, es hat mich durch die Tür geschickt, endlich meine Bestimmung zu leben und ich ging durch die Tür endlich in mein Leben!

Marion begegnete ich Anfang 1980. Sie lehrte mich den alten Weg der Hexen, Magie, Kräuter, Steine, Sterne, Mond und Sonne, die Natur kennen, aber auch Priesterin der Göttin zu sein.

Ute Manan Schiran wies mir den Weg der Wolfsfrauen.

Bei Maria Schiran lernte ich Schamanentrommeln, meinen ureigenen Rhythmus finden.

Luisa Francia, mit ihrem wunderbaren Humor und der Fähigkeit uns Frauen mal so richtig den Spiegel vorzuhalten.

Mit Felicitas Goodman erfuhr ich die Welt der Ahnen, der Trance, der Trancehaltungen und dadurch die Reisen zurück in die Höhlen und das Lebensgefühl der ersten Menschen.

Shen, mein Lebensgefährte. Zenmeister, aber auch Krieger und Kampfkunstlehrer. Er bracht mir seine Heimat Tibet und den Bön-Schamanismus, Bushi-Do, Kyu-Do. Eine Pilgerreise zum Kailash wurde sein Grab.

Stephan, der Steppenwolf, Prof. Anthropologie, mein Lehrer und Alphawolf der Männer vom Wolfsfeuer, immer an meiner Seite. Er verstarb August 2001

Viele, die deren Namen ich hier nicht mehr aufzählen kann, haben mich auf ihre Weise gelehrt. Sie waren Wanderer auf den Straßen des Lebens wie ich. Egal ob in Nevada, Afrika, Brasilien, Nepal oder sonst wo. Alte und junge Menschen teilen mit mir ihr Wissen, weil wir uns mit offenem Herzen begegneten.

Ich habe von Ihnen gelernt, dass ich immer da wo ich bin lebe und dieses meine Kultur ist. Sie hat alle Reichtümer und ich brauche mir nicht fremdes Kulturgut aneignen, in dem ich nicht geboren bin. Doch hat sich meine Seele im Laufe der Zeit in vielen Kulturen verkörpert, dort er(ge)lebt und aus ihnen gelernt. Manches ist heute wieder wach geworden und ich lebe es auf meine eigene Art und Weise.

Was ich lehre habe ich erlebt, das ist meine Maxime.

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Zuletzt geändert am 30 April 2005 09:06 Uhr
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